Fotografie

Die Ukraine hat bereits einen bedeutenden Beitrag zur zeitgenössischen Fotokunst weltweit geleistet. Gleichgesinnte KünstlerInnen, die normalerweise aus demselben geografischen Gebiet stammen, schließen sich zu den Künstlergruppen zusammen, um ihre gemeinsame Bildsprache zu entwickeln. Idealerweise wird diese Ausdrucksweise dann an die nächste Generation weitergegeben. Die NachfolgerInnen bringen die Neuerungen hervor, bewahren aber auch die ursprünglichen Traditionen. Gleichzeitig bevorzugen viele einzelne KünstlerInnen sich und ihre eigenen einzigartigen Ideen selbst auszudrücken. Zusammen bilden sie die mächtige Welle der zeitgenössischen ukrainischen Fotografie und beeinflussen die globalen Trends.

In den frühen 1970er Jahren schlossen sich acht Fotografen aus Charkiw zusammen, um die dominierende sowjetische Ästhetik zu bekämpfen, indem sie eine Underground-Gruppe von Kunstfotografen bildeten. Es führte zur Entstehung der Charkiw Schule für Fotografie mit einer vielfältigen, aber ausgeprägten, erkennbaren Bildsprache. Eine Reihe junger angehender KünstlerInnen setzt die Traditionen der Charkiw Schule für Fotografie heute fort und nutzt ihre Ästhetik als Grundlage für ihre künstlerische Forschung. Besuchen Sie den von der VASA herausgegebenen Katalog der Charkiw Schule für Fotografie, um die Ästhetik selbst zu erleben.

Die Fotografen der zweiten Generation der Charkiw Schule, Mischa Pedan und Roman Pjatkowka, gründeten 2010 die Ukrainian Photographic Alternative (UPHA),um die Entwicklung der zeitgenössischen ukrainischen Fotografie zu unterstützen.

Borys Mychajlow’s Werke sind Teile von Dauerausstellungen im Metropolitan Museum (New York), in der Tate Gallery of Modern Art (London), im Russischen Museum (St. Petersburg), im Japanischen Nationalen Kunstmuseum (Osaka) sowie von zahlreichen Privatsammlungen.

Serhij Melnytschenko verfügt über eine große Sammlung von Werken, darunter mehr als zwanzig unabhängige Projekte. Serhij entwickelte seine eigene einzigartige und ausdrucksstarke Bildsprache. Seine Werke findet man in Galerien in London, Hongkong und auf verschiedenen Kunstmessen der Welt. Sie wurden auch auf der VOLTA Art Fair in Basel aufgestellt.   

Maxym Dondjuk begann als Fotojournalist und tauchte die ZuschauerInnen in die soziale und historische Realität seines Landes ein. Später wandte er sich von der klassischen dokumentarischen Erzählform ab und vertiefte sich stattdessen in eine Welt der Emotionen und Reflexionen. Maxym hat weltweite Anerkennung für seine Kreativitätstätigkeit gewonnen. Er ist mehrmaliger Nominierte und Preisträger bei den internationalen Wettbewerben. Seine Werke wurden in Paris, London, Rom, Genf, Kolumbien ausgestellt.

Die Synchrodogs -Gruppe ist ein Künstlerduo, das aus zwei ukrainischen FotografInnen, Tanja Schtschehlowa und Roman Nowen, besteht. Ihre Arbeit erforscht die ewige Spannung zwischen Mensch und Natur. Sie haben an zahlreichen Gruppenausstellungen in Galerien und Museen auf der ganzen Welt teilgenommen und ihre Arbeiten in solchen Zeitschriften wie Esquire, Vice, Vogue, Süddeutsche Zeitung, British Journal of Photography, Vogue, Zeit Campus und anderen veröffentlicht.

Die Photo Kyiv Fair vereint ukrainische und europäische Galerien, Kulturinstitutionen, Philanthropen, VerlegerInnen und Tausende von Bewunderern zeitgenössischer Fotokunst, um ihre Liebe zur Fotografie zu teilen. Das Programm umfasst ein umfangreiches Bildungsprogramm, spezielle Ausstellungsprojekte und einen Verlagsbereich.

Die Kyiv Art Week ist ein internationales Kunstfestival. Es bietet ukrainischen Galerien die Möglichkeit, ihre Sammlungen und Kollaborationen zu präsentieren, während Kyiver und Gäste der Stadt die Möglichkeit haben, für einige Tage in die Kunst einzutauchen.

Video: Kyiv Art Week

Das internationale Festival Odesa Photo Days ist eine der interessantesten Fotokunst-Initiativen außerhalb von Kyiv. Sein Einfluss erstreckt sich über Grenzen hinweg mit Koproduktions-, Bildungs- und Präsentationsveranstaltungen in Georgien, Österreich und anderen Ländern.


Diese Website wurde seit dem Morgen des 24. Februar nicht aktualisiert. Zu diesem Zeitpunkt marschierte Russland in die Ukraine ein. Von diesem Moment an „erfroren“ die Ukrainer am Ende des Winters. Schauen Sie nicht weg vom Krieg!
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